Laufstallhaltung bei uns am Hof
Red ma drüber.
Über Dinge, die viele sehen – aber nur wenige wirklich kennen.
In letzter Zeit wird wieder viel über Tierhaltung geredet. Oft sehr emotional, oft sehr vereinfacht. Viele haben Bilder im Kopf, aber keine Ahnung, wie es bei uns tatsächlich aussieht.
Red ma drüber. Ruhig. Ehrlich. So wie's bei uns ist.
Unsere Kühe leben bei uns im Laufstall, in einer sogenannten Muttertierhaltung. Das bedeutet:
Unsere Kühe sind nicht für die Milchproduktion da. Die Milch gehört den Kälbern. Die wachsen bei ihren Müttern auf, so wie es von Natur aus gedacht ist. Kuh und Kalb leben zusammen, im Einklang, ohne Trennung.
Der Lebensweg unserer Tiere ist uns wichtig – vom Anfang bis zum Ende.
Unsere Kühe werden auf natürliche Weise befruchtet, die Kälber werden von der Mutter aufgezogen, gefüttert mit eigenproduziertem Futter. Den Sommer verbringen sie auf den Weiden rund um Kierling.
Und ja – auch das gehört zur Ehrlichkeit dazu – sie werden bei uns am eigenen Hof geschlachtet, ohne Transport, ohne Stress, ohne fremde Umgebung.
Der Laufstall selbst ist mit Stroh eingestreut. Das heißt: Unsere Tiere bekommen regelmäßig frisches Stroh. Sowohl im Stall als auch im Freilaufbereich draußen wird eingestreut.
Aber Landwirtschaft ist kein Schauraum. Wenn es länger regnet, wird's draußen auch einmal gatschig. Das lässt sich nicht immer vermeiden.
Der entscheidende Punkt ist aber:
Unsere Tiere können sich jederzeit frei bewegen.
Wenn sie draußen im Regen liegen, dann tun sie das, weil sie es wollen – nicht, weil sie keine andere Möglichkeit haben. Der Stall ist jederzeit offen, trocken und zugänglich.
Wir geben unser Bestes, zu jeder Zeit einen gut eingestreuten Stall zu haben. Trotzdem spielen mehrere Faktoren zusammen. Zum Beispiel wird am Tag vor dem Ausmisten nicht frisch eingestreut. Das ist normaler Ablauf – und bedeutet nicht, dass es den Tieren schlechter geht.
Uns ist wichtig, dass man versteht:
Tierhaltung ist kein Schwarz-Weiß-Thema. Es gibt Tage, da schaut alles perfekt aus. Und Tage, da ist es ehrlicher, dreckiger, echter.
Aber immer mit Respekt vor dem Tier.
Und genau darum geht's hier.
Red ma drüber.


